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Konzert Sinfonisches Akkordeonorchester mit Solovioline

Mit einem musikalischen Blumenstrauß wurde den zahlreichen Besuchern in der Peter- und Paulskirche am Muttertag das Abschlusskonzert eines besonderen Projektes geboten. In dem vom DHV-Bezirk Staufen initiierten und unterstützten Projekt erarbeiteten die beiden Akkordeonorchester aus Köngen und Uhingen ein anspruchsvolles Konzertprogramm mit Solovioline. Die 55 Musikerinnen und Musiker bildeten ein Orchester, das die Zuhörerinnen und Zuhörer mit seiner Klangvielfalt, Rhythmik und Dynamik überraschte und begeisterte.

Konzert Sinfonisches Akkordeonorchester mit Solovioline
Konzert Sinfonisches Akkordeonorchester mit Solovioline

Das Orchester eröffnete mit den “Variationen über ein irisches Thema” das Konzert und stellte in den 7 Variationen des Themas seine Vielseitigkeit unter Beweis. Es folgte “Introduktion und Rondo cappriccioso” von Camille Saint-Saens mit der Solistin Andrea Reiß. Das zarte Klangbild des Orchesters unterstützte die Solovioline perfekt. Andrea Reiß bedankte sich für den starken Applaus mit einer Zugabe und wählte hierfür eine Komposition ihres Vaters und ersten Lehrers Juliu Bertok aus. Ein ganz anderes Klangbild bot das Werk “Introduktion, Scherzo - Toccata” von Gennadi Tschernov. Nach einem sehr langsamen und leisen Beginn entwickelt sich eine starke Rhythmik sowie eine große dynamische Bandbreite. Nach einer kurzen Pause wurde das Konzert mit der anspruchsvollen “Ballett-Suite” von Hans Brehme fortgesetzt. Dieses Werk des früheren Komponisten und Kompositionslehrers an der Stuttgarter Musikhochschule umfasst 4 Sätze und zählt zu den großen klassischen Schöpfungen der Originalmusik für Akkordeonorchester. Die Einleitung ist ein groß angelegter Marsch mit melodischen Aspekten und rhythmischen Varianten. Nach dem Tango folgt mit dem Intermezzo ein ruhiges Zwischenspiel mit vorwiegend kontrapunktischen Mitteln, bevor dann eine feurige Tarantella den Abschluss bildet. Mit den “Zigeunerweisen” des spanischen Komponisten und Geigers Pablo de Sarasate wurde das Programm fortgesetzt. Das Werk mit großem Tonspektrum, der Dynamik und den Tempi gilt als besonders geigerisch. Die Solistin steht mit den vielen technischen Elementen und Verzierungen vor einer anspruchsvollen Aufgabe. Andrea Reiß sorgte mit ihrem einfühlsamen und virtuosen Spiel für Begeisterung im Publikum. Zum Abschluss des Programms erklang Filmmusik aus dem Kinofilm von 1992 “Far and Away” von John Williams mit starken irischen Klängen. Das begeistere Publikum forderte mit viel Applaus eine Zugabe. Solovioline und Orchester spielten gemeinsam das Titelthema aus dem Film “Ladies in Lavender”.

Herzlichen Dank an unseren Dirigenten Thomas Bauer für seine unermüdliche Arbeit und der zauberhaften Solistin Andrea Reiß für ein tolles Konzert. Auch den vielen Helfern im Vorfeld und Hintergrund sowie der evangelischen Kirchengemeinde für die Nutzung der schönen und illuminierten Peter- und Paulskirche gilt unser Dank.